Suche

Suchtprävention in Delmenhorst



Der Fokus der Delmenhorster Suchtprävention liegt in der schulischen Suchtprävention zu den Themen legale und illegale Drogen, Glücksspiel und problematische Internetnutzung.

In Delmenhorster Schulen wird seit 1997 bereits im Alter von ca. 12 Jahren mit der Suchtprävention begonnen. Mittlerweile werden jährlich und verlässlich ab dem sechsten Jahrgang im zwei-Jahres-Rhythmus Projekte an den Delmenhorster Schulen durchgeführt. Aktuell findet eine Ausweitung der Angebote in den Bereich der Grundschulen und KiTas statt.

Neben der schulischen Suchtprävention bilden die betriebliche Suchtprävention sowie immer wieder auch Präventionsmaßnahmen im öffentlichen Raum die Säulen der Suchtprävention in Delmenhorst.

drob Präventionsangebot

Hier finden Sie Informationen zum Thema Substanzkonsum.

weitere Präventionsangebote der drob

Suchtprävention Glücksspiel

Im Bereich Glücksspiel bieten wir unterschiedliche 90minütige Workshops für Klassen ab Jahrgangsstufe 8 an. Wir vermitteln hierbei die Grundlagen zum Suchtbegriff und sprechen über die gängigsten und riskantesten Formen des Glücksspiels (Sportwetten, (Online-)Poker, Automatenspiel). Die Vermittlung findet zu großen Teils in Form eines interaktiven Quiz statt. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an.

Betriebliche Suchtprävention

Wir bieten Workshops für Führungskräfte, Mitarbeiter:innen und Azubis. Diese passen wir gerne den konkreten Bedürfnissen an. Außerdem unterstützen wir Betriebe bei der Ausarbeitung einer Betriebsvereinbarung zum Thema Sucht, unterstützen betriebliche Suchtkrankenhelfer und bieten unsere Mitarbeit an Arbeitskreisen Sucht in Betrieben an.

Prävention von Medienabhängigkeit

Laut den Ergebnissen der 4. Delmenhorster Schülerstudie und der bundesweit durchgeführten PINTA Studie zeigen in der gefährdeten Altersklasse (14-16) zwischen fünf und neun Prozent der Bevölkerung einen problematischen Internetkonsum.

Die Art dieser problematischen Nutzung kann hierbei unterschiedlich sein. Die häufigsten Bereiche in denen eine problematische Nutzung auftritt sind Computerspiele, soziale Netzwerke, Pornographie und das zwanghafte Sammeln von Daten.

Zu unserem Präventionsangebot zählen unter anderem das BZgA Projekt Net-Piloten, die Klassenworkshops Medienkompetenz jetzt!, die Schulung von Lehrern und Pädagogen im Umgang mit den Medienwerkstätten, sowie Elternabende und Präventionsveranstaltungen in Schulklassen oder Jugendhäusern.

1000 Schätze – ein Grundschulprogramm

Spielerisch die eigenen Schätze entdecken - Stärken, Gefühle und Wünsche

„1000 Schätze" ist ein Programm zur Stärkung der psychosozialen Gesundheit von Schüler*innen der ersten Klasse. Es stellt die Ressourcen und Stärken der Kinder in den Fokus und fördert neben Lebenskompetenzen auch Bewegung und Achtsamkeit. Dabei wird die Diversität von Kindern und Familien systematisch berücksichtigt. Neben Unterrichtsmodulen für die Schüler*innen beinhaltet das Programm außerdem Einheiten für Eltern, Lehrkräfte und die Schule als System, was die Nachhaltigkeit des Programms erhöht. Den roten Faden durch das Programm bildet dabei der Blick auf die Stärken und Ressourcen von Schüler*innen, Eltern und der Schule. Die Umsetzung in Delmenhorst wird durch ausgebildete Fachkräfte der drob begleitet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Projekt HaLT (Hart am Limit)

Was ist HaLT?

Bei dem bundesweiten Projekt HaLT geht es um Kinder und Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingeliefert werden. Im Rahmen von HaLT werden in Kooperation mit dem Delme Klinikum Delmenhorst, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Gespräche mit diesen Kindern oder Jugendlichen und deren Eltern durch Mitarbeiter*innen der drob geführt.
In vielen Fällen findet ein Gespräch noch am Krankenbett statt, andernfalls innerhalb von etwa 48 Stunden nach Entlassung aus der Klinik. Von Vorteil ist, dass in den meisten Fällen eine Einbeziehung der Eltern stattfindet, um beispielsweise den Umgang und die Regeln rund um das Thema Alkohol in der Familie zu besprechen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Gesprächs ist es, die Auswirkung von Alkoholkonsum zu thematisieren. Zudem geht es in den Gesprächen mit den Eltern darum, das Thema soweit zu entschärfen, dass eine konstruktive und lösungsorientierte Aufarbeitung möglich wird.
Hin und wieder kommt es vor, dass nicht zu viel Alkohol der Grund für eine Einlieferung ist, sondern der Konsum von illegalen Drogen. Auch in diesen Fällen wirbt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin für ein Gespräch mit der drob und informiert unsere Einrichtung, sofern ein Gespräch gewünscht ist.

Riskanter Konsum

Beratungen zum Thema Riskanter Konsum sind als Brücke zwischen Prävention und Intervention zu verstehen und damit ein wichtiger Bestandteil des Beratungsangebots der drob. Denn diese Klientel zeichnet sich dadurch aus, dass einerseits (noch) keine Abhängigkeitserkrankung vorliegt, sie aber andererseits über reine Präventionsmaßnahmen nicht mehr adäquat zu erreichen ist.
Die auf diese Weise erreichte Personengruppe setzt sich in den Beratungsgesprächen unter anderem damit auseinander, mit welchen Risiken ihr aktuelles Konsumverhalten einhergehen kann. So soll auch ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass die Risikoabwägung fest in den Entscheidungsprozess für oder gegen den Konsum einfließen sollte, um negative Auswirkungen möglichst vermeiden zu können.
Riskante Konsummuster finden sich vermehrt unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, da einige Heranwachsende zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben riskante Verhaltensweisen nutzen. Bei einigen zeigt sich dieses riskante Verhalten auch im Substanzkonsum. In den meisten Fällen regulieren sich diese Konsummuster über das sogenannte „maturing out" selbstständig wieder. Passiert dies nicht oder nur unzureichend, kann eine Beratung hilfreich sein, damit im weiteren Lebensverlauf keine ernsthaften Probleme entstehen.

Frühintervention

Frühintervention bei straffälligen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit einer jugendrichterlichen Weisung
Die Auflagengespräche in der drob werden für straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene angeboten. Unsere Gerichte erteilen unter gewissen Voraussetzungen die Auflage, drei bis fünf (in seltenen Fällen auch zehn) Beratungsgespräche in der drob zu führen. Erfüllen die Betroffenen ihre Auflage, werden die betreffenden Verfahren in der Regel eingestellt.
Der Fokus liegt in der Beratung darauf, die Konsummotivation und das Konsumverhalten zu reflektieren und das Risiko einer Selbst- oder Fremdgefährdung zu reduzieren bzw. auszuschließen. Auf aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen wird ebenfalls Bezug genommen. In den Gesprächen wird auch thematisiert, welchen Einfluss äußere Faktoren auf das eigene Konsumverhalten haben können und welchen Einfluss das eigene Konsumverhalten entsprechend auf andere haben kann. Die Gruppendynamiken zu kennen und bewusst zu berücksichtigen kann helfen, zukünftige problematische Situationen bereits im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.

INTERNETSUCHT? MEDIENSUCHT? COMPUTERSPIELSUCHT?

Unsere Fachkraft für Medienabhängigkeit berät bei „exzessivem Medienkonsum" betroffene Jugendliche und Erwachsene sowie deren Angehörige und andere Bezugspersonen (z. B. Lehrkräfte, Freunde), die sich Klarheit über ihren Medienkonsum oder den einer anderen Person verschaffen möchten.

  • Woran erkennt man eine riskante, schädliche oder gar abhängige Mediennutzung?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um den Medienkonsum zu verändern?
  • Wie können wir innerhalb der Familie Strukturen schaffen, die eine gesunde Mediennutzung fördern?

Diese Fragen und noch weitere können zusammen mit unserer Fachkraft bearbeitet werden. Bei uns erhalten Sie:

  • eine kostenlose und anonyme Erstberatung zur Einschätzung des Medienkonsums
  • bei Bedarf kostenlose lösungsorientierte Folgeberatungen
  • bei schwerwiegenden Problemen eine Vermittlung in eine Therapie

Zu den Medien gehören alle internetbasierten sowie offline Anwendungen, die auf einem PC, Tablet, Smartphone, Laptop und/oder Spielkonsole gespielt bzw. genutzt werden können. Weitere Informationen können in unserem Flyer eingesehen werden.

Weitere Informationen

Anonyme Drogenberatung

Scheunebergstraße 41
27749 Delmenhorst
Tel. 0 42 21/1 40 55
Fax 0 42 21/12 92 44
E-Mail
Routenplanung
Busfahrplaner
powered by webEdition CMS